Ameiseneier

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Eier von Myrmica rubra
Königin mit Brut und Arbeiterinnen; rechts unter der Arbeiterin ein Puppenkokon, daneben ein Haufen Eier mit einer Larve links am Rand, links größere Larven - Es handelt sich um Formica fusca, nicht Lasius niger wie im "Summary" angegeben.

Ameiseneier werden überwiegend von der Königin, unter bestimmten Bedingungen auch von Arbeiterinnen gelegt. Sie sind teilweise kaum größer als Salzkörner, die Eier einiger großer Arten (z. B. von Myrmecia) haben allerdings eine Größe von etwa einem Millimeter. Sie sind oft milchig weiß, manchmal auch gelblich gefärbt; ihre Oberfläche ist glatt und glänzend. Bei Betrachtung mit dem bloßen Auge besteht eine Verwechslungsgefahr mit den winzigen Larven, die aus den Eiern schlüpfen. Die Larven wachsen durch entsprechende Fütterung und unter mehrfachen Häutungen heran und entwickeln sich schließlich über ein Puppenstadium zu erwachsenen Ameisen.

Bei vielen Ameisen, z. B. bei den Schuppenameisen sowie bei Ponerinen und Myrmeciinae, spinnt sich die Larve vor der Verpuppung einen Kokon aus selbst produzierter Spinnseide. Diese bei Hügel bauenden Waldameisen etwa eiförmigen Kokons von 4-6 mm Länge sind hellbraun. Sie werden häufig falsch als "Ameiseneier" bezeichnet.

Für das Missverständnis mit verantwortlich ist der Zoohandel, der unter dem Namen "Ameiseneier" große Mengen getrockneter oder eingefrorener Puppen von Waldameisen als Futter für Zierfische und Vögel anbietet.

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