Formica fuscocinerea

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Formica fuscocinerea
Ouvriere formica fuscocinerea taxo reduit.jpg
Systematik
Unterfamilie: Formicinae
Gattung: Formica
Untergattung: Serviformica
Art: Formica fuscocinerea
Weitere Informationen
Gründung: claustral
Königinnen: polygyn
Wissenschaftlicher Name
Formica fuscocinerea


Nach heutigem Wissensstand kommt Formica fuscocinerea nur in den Alpen und dem Alpenvorland vor. Ihr Verbreitungsgebiet beginnt in den Vogesen, und reicht bis in die südlichen Alpen nach Italien.

Formica fuscocinerea ist in der Ebene nicht zu finden (<500 mNN) und kommt ab einer Höhe von ~1200 mNN nicht mehr vor. Bevorzugt werden vegetationsarme Habitate wie Flussufer mit hohem Sandanteil, wie auch versiegelte urbane Bereiche, sowie Standränder mit mäßiger Vegetation.

Beobachtungen nach ist Formica fuscocinerea eine Pionierart nach Bautätigkeiten etwa im Straßenbau, oder sonstigen Versiegelungen der Landschaft. In München tritt sie neuerdings im städtischen Bereich zahlreich auf und beansprucht vom Menschen genutzte Elemente (Spielplätze) für sich.[1][2] - Durch einen stark ausgeprägten Sehsinn dieser Art und besonderes kollektives Verhalten wie Rekrutierung und Teamarbeit ist Formica fuscocinerea besonders effektiv im Erjagen lebender Beute.

Formica fuscocinerea baut in sandigem Substrat eher flache, breite Nester, und ist häufig unter Steinen oder in urbanen Gegenden unter Randsteinen anzutreffen. Sie scheint keine besonderen Ansprüche an Feuchtigkeit oder Temperatur zu stellen, da sowohl in stark besonnten Gebieten Nester gefunden wurden alsauch in eher beschatteten.

Arbeiterinnen von Formica fuscocinerea werden etwa 5-7mm groß, die Königin erreicht eine Länge von ca. 11mm.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ^ Ihre Zahl ist Legion – Ameisen erobern Münchens Sandkästen, 07.05.2013, muenchenonline.net
  2. ^ http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ameisenplage-in-muenchen-kampf-gegen-die-krabbeltiere-1.1698682 Bekämpfungsmaßnahmen der Stadt 17.6.2013