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Bereich: Lexikon - Anatomie - Verhalten - Brut
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Die Begriffe dieser Seite werden als separate Artikel weitergeführt, daher möchten wir darum bitten, Verbesserungen an den neuen Artikeln vorzunehmen.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kaste

Kasten bezeichnen Gruppierungen innerhalb einer Gruppe/eines Geschlechtes. Bei Hymentoptera (Hautflügler) ist es das weibliche, bei Isoptera (Termiten) auch das männliche Geschlecht, welches in Kasten unterteilt wird. Bei Ameisen gibt es genau 2 Kasten: weibliche Geschlechtstiere und (immer weibliche) Hilfstiere/Arbeiterinnen. (Einige Autoren lagern die Männchen in eine dritte Kaste aus.) Die weitere Unterteilung der Arbeiterinnen nennt man Unterkasten, so zB die Unterkasten der Minor, Media, Major und die spezielle Unterkaste der Soldaten. Die Unterkasten unterscheiden sich nicht nur zum Teil erheblich in ihrem Äußeren, sondern oft auch in ihrer Funktion innerhalb des Ameisenstaates.
Siehe auch Lexikon: Polyethismus, und ausführliche Artikel unter Kastendetermination, Polyethismus

[Bearbeiten] kin selektion

Theorie zur Entstehung der Eusozialität.
Siehe auch: Lexikon: Eusozialität

[Bearbeiten] Kleptobiose

Kleptobionten, klebtobiotisch (engl. "cleptobiosis").Das Stehlen von Futter aus den Mandibeln eintragender Ameisen durch kleptobiotische Arten.
Siehe auch: Artikel: Sozialparasitismus

[Bearbeiten] Kokon

der Kokon ist eine Schutzhuelle um die eigentliche Puppe und wird aus einem Sekret der Labialdruesen von der Larve gesponnen. Nicht alle Ameisengattungen besitzen "noch" Kokonpuppen, eine große Zahl verzichtet auf den Kokon und bildet Nacktpuppen.
Siehe auch: ausführliche Infos in den Artikeln Brut und Missverständnis: Ameiseneier

[Bearbeiten] kollin

Höhenstufe des Huegellandes.
Siehe auch: Artikel: kollin, Höhenstufen, Vegetation und Verbreitung

[Bearbeiten] Kolonie

Anderer Begriff für einen Ameisenstaat, der aus einem oder mehreren Nestern besteht. Da eine Kolonie aber auch eine Ansammlung autarker Nester gleicher Art bezeichnen kann, ist der Begriff "Volk" für einen Ameisenstaat die bessere Alternative.

[Bearbeiten] Koloniegeruch

Der wichtigste Sinn der Ameisen ist der Geruchssinn. So findet auch die "Freund-Feind-Erkennung" nur durch den so genannten Koloniegeruch statt. Dieser setzt sich zusammen aus den Induvidualdüften aller Imagines, gattungs- und artspezifischen Stoffen, verabreichter Nahrung, dem Nestsubstrat u.s.w. und ist somit immer unterschiedlich, jedoch für jede Kolonie spezifisch. Der Duft unterliegt Schwankungen und kann sich über wenige Wochen so stark ändern, dass kurzzeitig entfernte Imagines von ihren Schwestern nicht mehr erkannt werden.
Erkennung und Sekretion (Absonderung) des Kolonie- und Individualduftes sind angeboren, entwickeln sich aber erst bis zu 14 Tage nach Schlupf der Imagines. In dieser Zeit wird die Ameise auf die Kolonie geprägt, lernt ihre "Familie" zu erkennen, welche Brut sie pflegen muss u.s.w.
Diese Prägephase ermöglicht erst die Sklavenhaltung der Ameisen, denn die jungen Imagines werden innerhalb dieser 14 Tage auf die Kolonie der Sklavenhalter geprägt!
Siehe auch: Artikel: Sozialparasitismus

[Bearbeiten] Kolonieteilung

Siehe: Hesmose


[Bearbeiten] Königin

der Begriff Königin wird von verschiedenen Wissenschaftlern in zwei Bedeutungen genutzt:

Siehe auch: Artikel: Kastendetermination

[Bearbeiten] funktionelle Königin

(engl: "functional queen"), begattetes und fertiles Weibchen unabhänig von der Unterkaste/Morphe, welches innerhalb der Kolonie reproduktiv tätig ist und weiblichen Nachwuchs produziert. Nach BUSCHINGER sollte die Trennung von Funktion und Anatomie bei Bezeichnungen bevorzugt werden, daraus resultierend ist der Begriff "Königin" alleine nicht aussagekräftig. Erst "gynomorphe Königin" oder "ergatomorphe Königin" bezeichnen exakt die Anatomie UND Funktion. "Funktionelle Königin" folgt dieser Empfehlung und bezeichnet nur die Funktion als reproduktives Tier, legt jedoch deutlich nicht fest, ob diese Funktion durch eine Gynomorphe, Intermorphe oder Ergatomorphe ausgefuehrt wird.

[Bearbeiten] Kropf oder Sozialmagen

Einen Kropf oder Sozialmagen in der Gaster hat bei den meisten Arten jede weibliche Ameise. In ihm wird Nahrung gespeichert und, wenn nötig, wieder ausgewürgt, um andere Arbeiterinnen, Männchen oder Larven zu füttern. Solche "Ameisenküsse" können auch als "Ritual" ausgetauscht werden. Dabei wird das Futter hochgewürgt, der anderen Ameise verabreicht, und manchmal sogar von dieser wieder zurückgegeben.

Besonders gut ist das Speichern von Nahrung bei Honigtopfameisen zu erkennen. Manche Arbeiterinnen dienen als Nahrungsspeicher für die gesamte Kolonie (Foto), z. B. in Trockenzeiten, wo es keine Honigtau liefernden Pflanzensauger gibt.

[Bearbeiten] Kryophil

Kryophile oder psychrophile Lebewesen sind Extremophile, die an besonders kalte Umgebungen angepasst sind. Sie sind hauptsächlich in Gletscherregionen wie Grönland, Antarktis und in Hochgebirgen zu finden. Neben Mikroorganismen zählen auch bestimmte Mücken dazu.




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