Lexikon:M

Aus AmeisenWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bereich: Lexikon - Anatomie - Verhalten - Brut
Begriffe: A - B - C - D - E - F - G - H - IJ - K - L - M - N - O - PQ - R - S - T - UVW - XYZ
Die Begriffe dieser Seite werden als separate Artikel weitergeführt, daher möchten wir darum bitten, Verbesserungen an den neuen Artikeln vorzunehmen.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Major

die; pl. Majors, größte Unterkaste der Arbeiterinnen, wenn diese nicht als Soldaten gelten.
Siehe auch: Lexikon: Kasten und Artikel: Kastendetermination

[Bearbeiten] Media

die; pl. Media, mittlere Unterkaste der Arbeiterinnen.
Siehe auch: Lexikon: Kasten und Artikel: Kastendetermination

[Bearbeiten] Makrogyne

Makrogyne bezeichnet die größte Form der Gynen bei Arten mit polymorphen Gynomorphen, zB Myrmica rubra.

[Bearbeiten] Mandibeln

die Mundwerkzeuge der Ameisen, welche an einem oder an zwei Angelpunkten aufgehängt sind. Sie werden meist durch 2 Muskeln bewegt, die mit kräftigen Sehnen an den oberen Rändern inserieren. Diese Muskeln sind zB bei einigen Soldaten sehr stark entwickelt und so fuer die ausgeprägte Kopfform verantwortlich.
Die Form der Manibeln ist so variabel wie die Ameisenarten selbst, so hat fast jede Art ihre spezielle Mandibelform.

Rekrutierung von sehr vielen Nestgenossinnen zu einem Ziel, einer Futterquelle, einem Kampfplatz etc.. In der Regel wird eine Duftspur zwischen Nest und Ziel gelegt, die von den rekrutierten Individuen immer wieder verstärkt werden kann, so dass sich eine Straße ausbildet.

[Bearbeiten] Maxillartaster

auch Unterkiefertaster genannt. Gegliederte, fühlerartige Anhänge der Maxillen (= Unterkiefer). Diese haben wichtige Aufgaben bei Aufnahme, Weitergabe und Bearbeitung flüssiger oder sehr weicher Nahrung; weitere Funktionen sind Geschmackswahrnehmung, eigene und Körperpflege, vgl. Labialtaster

[Bearbeiten] Mensarium

(BUSCHINGER & SCHÄFER, 2004) Vorrichtung bei Larven der Leptothorax acervorum, um durch Imagines gegebene Futterbrocken halten zu können.
Siehe auch: ausfuehrlicher Artikel unter Ernährung von Larven

[Bearbeiten] Mesophil

Bezeichnung für Lebewesen die mittlere Temperaturen oder Feuchtigkeitswerte bevorzugen. Häufig für Kleinstlebewesen gebräuchlich. Bei Ameisen häufig als Beschreibung des Habitats verwendet.
Siehe auch: Artikel Mesophil

[Bearbeiten] Mesosoma

"Moderne" Bezeichnung für den Thorax der Ameisen. Der Begriff ist von den Spinnentieren (Skorpione) entliehen, jedoch bei Ameisen eher fraglich, da es hier kein Prosoma gibt. Der Begriff Mesosoma soll auf die Umkonstruktion des Thorax aufmerksam machen, der ja ein zusätzliches Segment vom Abdomen dazu bekommen hat.
Siehe auch: Lexikon: Thorax, Körperbau

[Bearbeiten] Metasoma

"Moderne" Bezeichnung fuer den Hinterleib (Abdomen) abzueglich des ersten abdominalen Segments.
Siehe auch: Mesosoma, Körperbau

[Bearbeiten] Metathorakaldrüse, Metapleuraldrüse

Eine der wichtigsten Drüsen der Ameisen. Sie kommt bei fast allen Ameisenarten vor und gilt als charakteristisches Merkmal der Formicidae. Sie liegt links und rechts seitlich im Metathorax (= 3. Thoraxsegment).

[Bearbeiten] Mimese

Mimese bezeichnet die Tarnung und Täuschung durch Nachahmung unbeweglicher Gegenstände wie Steine, Äste, Blätter und tierischer Objekte.
Siehe auch: Mimikry und einen ausfuehrlichen Artikel unter Ameisenmimikry

[Bearbeiten] Mimikry

Mimikry bezeichnet allgemein die Täuschung und Tarnung durch Nachahmung eines Organismus oder dessen Teile. Im Gegensatz zur Mimese wird jedoch nicht ein Gegenstand oder eine Pflanze nachgeahmt, die Mimikry umfasst vielmehr die Nachahmung von Aussehen und Signalen anderer Tiere, um diese zu täuschen. Da gerade bei Ameisen die Mimikry häufig Anwendung findet, wurde der Begriff Ameisenmimikry geprägt.
Siehe auch: Mimese und einen ausfuehrlichen Artikel unter Ameisenmimikry

[Bearbeiten] Minor

die; pl: Minors, kleinste Unterkasten der Arbeiterinnen.
Siehe auch: Lexikon: Kasten und Artikel: Kastendetermination

[Bearbeiten] Mikrogyne

Mikrogyne bezeichnet die kleinste Form der Gynen bei Arten mit polymorphen Gynomorphen, zB Myrmica rubra.

[Bearbeiten] Monogynie

monogyn (engl. monogyny), Duldung genau einer Königin in der Kolonie (Gegenteil: Polygynie, s.a. Oligogynie).
Siehe auch: Artikel: Monogynie

[Bearbeiten] Monogynie, funktionelle

(engl: functional monogyny). In einer Kolonie werden mehrere begattete Gynomorphe geduldet, doch nur eine davon legt Eier und erfuellt die Funktion der Königin.
http://www.ameisenwiki.de/index.php?title=Monogynie&action=edit&section=1

[Bearbeiten] Monogynie, primäre

Kolonie wird von einer Königin gegründet. Es wird keine weitere Königin aufgenommen, die Kolonie stirbt mit dem Tod dieser Königin.

[Bearbeiten] Monogynie, sekundäre

Unterteilung in obligatorische Monogynie (wie Lasius niger) und funktionelle Monogynie, bei der in Nestnähe begattete Gynen wieder ins monogyne Mutternest aufgenommen werden, bis die Junggynen Eier legen wollen.

[Bearbeiten] Monomorphismus

monomorph (engl: monomorphism), es existiert genau eine Arbeiterform, zB bei Lasius niger. Pygmäen und jahreszeitliche oder ernährungsbedingte Größenschwankungen der Imagines werden nicht als eigene Morphe gewertet.

[Bearbeiten] monophyletisch

eine Gruppe von Organismen hat eine gemeinsame Stammform und umfasst auch alle Untergruppen, die sich von dieser Stammform herleiten; vgl. paraphyletisch, polyphyletisch

[Bearbeiten] montan

Höhenstufe der Berge.
Siehe auch: Höhenstufen, Vegetation und Verbreitung

[Bearbeiten] Müller´sche Körperchen

Spezielle Futterkörperchen, die bestimmte Myrmekophyten für die beherbergten Ameisen ausbilden. Die Müller´schen Körperchen werden von Cecropia (Brennnesselgewächse) an den Blattstielansätzen gebildet und liefern den Ameisen, bevorzugt der Gattung Azteca, Fette und Proteine als Nahrung und Belohnung bzw Lockmittel.
Siehe auch: ausführlicher Artikel unter Myrmekophylaxis

[Bearbeiten] Mundwerkzeuge

Die Mundwerkzeuge der Insekten bestehen im Prinzip aus drei Paaren (stammesgeschichtlich von Extremitäten/ Beinen abgeleitet).

- Die Mandibeln (Oberkiefer)

- Die Maxillen (Unterkiefer)

- Das Labium (Unterlippe, aus den beiden in der Mitte verwachsenen zweiten Maxillen)

www.insektenbox.de/fibel/bau/kopf.htm

Sowohl an den Maxillen als auch am Labium sitzt je ein Paar „Taster“, gegliederte Anhänge, die bei der Feinverarbeitung der Nahrung wichtige Tast- und Schmeckfunktionen haben.

Die Maxillen selber und das Labium umfassen Teile mit Kau- und Siebfunktionen: Ameisen können ja keine feste Nahrung schlucken. Alles Flüssige muss aus den klein gekauten festen Nahrungsbestandteilen herausgefiltert werden. Die festen Reste werden dann bei vielen Ameisenarten an Larven verfüttert, die sie mittels herausgewürgter Enzyme „vor dem Mund“ verdauen können, siehe Ernährung von Larven.

Die „Zunge“ (Hypopharynx) ist ein Gebilde, das sich vom Mundhöhlenboden erhebt, ganz wie unsere Zunge. Auf ihrer Spitze münden bei Ameisen die Speicheldrüsen. Normal ist sie von außen nicht sichtbar.

Über den Mandibeln liegt die „Oberlippe“ (das Labrum), das ist aber keine Extremität, sondern ein schuppenartiger Fortsatz des Kopfskeletts, der den Mundbereich von oben/vorne abdeckt.

In den einzelnen Insektenordnungen sind diese Bauteile unterschiedlich abgewandelt.

[Bearbeiten] Myrmekochorie

Verbreitung von Pflanzensamen durch Ameisen.
Siehe auch: Artikel:Myrmekochorie

[Bearbeiten] Myrmekophile

Im deutschen Raum auch Ameisengäste genannt. Als Myrmekophile werden Organsimen bezeichnet, die mindestens einen großen Teil ihres Lebens innerhalb oder in unmittelbarer Nähe eines Ameisennestes verbringen oder teilweise bis ganz die Ameisen zur Aufzucht ihrer Brut nutzen. Myrmekophile können symbiotisch, parasitär, sozialparasität oder räuberisch unter den Ameisen leben, auch Trophobionten wurden schon beschrieben. Das bekannteste Beispiel für Myrmekophile sind wohl die Bläulingsraupen.
Siehe auch: Artikel Ameisengäste, Myrmekophile

[Bearbeiten] Myrmekophylaxis

Die Myrmekophylaxis bezeichnet eine Zusammenarbeit zwischen Myrmekophyten (Pflanzen mit Anpassung an Ameisen) und Ameisen zum gegenseitigen Vorteil, wobei die Myrmekophylaxis jedoch nicht unbedingt eine obligatorische Symbiose darstellt, sondern oft nur eine freiwillige Zusammenarbeit. Die Pflanzen bieten den Ameisen Nahrung (Nektarien, Belt´sche Körperchen, Beccari´sche Körperchen, Müller´sche Körperchen) und Unterkunft (spezielle Nodien oder Hohlräume an den Blattachsen), die Ameisen beschützen dafür die Pflanzen vor Fraßfeinden und teilweise auch vor konkurrierenden oder schmarotzenden Pflanzen, Bakterien oder Pilzen.
Siehe auch: Artikel: Myrmekophylaxis

[Bearbeiten] Myrmekophyten

Pflanzen, die sich auf eine Zusammenarbeit mit Ameisen eingelassen haben.
Siehe auch: Myrmekophylaxis

[Bearbeiten] Myrmekotrophie

Ernährung der Pflanzen, die sich von den durch ihren Gastameisen herangetragenden Nährstoffen ernähren.

[Bearbeiten] Myrmicinae

(Lepeletier de Saint-Fargeau, 1835) Eine der vier heimischen Unterfamilien (Knotenameisen). Mitglieder sind u. a. die Gattungen Myrmica, Leptothorax und Solenopsis.
Siehe auch: Liste der Myrmicinae




Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge