Aphaenogaster subterranea: Unterschied zwischen den Versionen

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'''''Aphaenogaster subterranea''''', auch "Untergrundameise" genannt, gehört zur Unterfamilie [[Myrmicinae]] (''Knotenameisen''). Die Arbeiterinnen sind 3-4,7 mm, die Königinnen 7–8 mm, und die Männchen 3,5–4 mm groß. Diese Art bildet sehr große Bodennester, oftmals unter großen Steinen, und ist [[thermophil]]e, bewohnt also trocken-warme Habitate, Laubwälder, Waldränder und Heckenreihen. Als Nahrung dienen [[Honigtau]] und Insekten. ''A. subterranea'' trägt [[Larven]] zum Fressen an größere Beutetiere im Nest (s. Literatur).  Die Art ist nachtaktiv und hält eine [[Winterruhe]] von Oktober bis März. Die [[Schwarmflug|Schwarmflüge]] finden im Juli bis August statt. Die Koloniegründung ist [[claustral]]. ''A. subterranea'' steht in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.
 
'''''Aphaenogaster subterranea''''', auch "Untergrundameise" genannt, gehört zur Unterfamilie [[Myrmicinae]] (''Knotenameisen''). Die Arbeiterinnen sind 3-4,7 mm, die Königinnen 7–8 mm, und die Männchen 3,5–4 mm groß. Diese Art bildet sehr große Bodennester, oftmals unter großen Steinen, und ist [[thermophil]]e, bewohnt also trocken-warme Habitate, Laubwälder, Waldränder und Heckenreihen. Als Nahrung dienen [[Honigtau]] und Insekten. ''A. subterranea'' trägt [[Larven]] zum Fressen an größere Beutetiere im Nest (s. Literatur).  Die Art ist nachtaktiv und hält eine [[Winterruhe]] von Oktober bis März. Die [[Schwarmflug|Schwarmflüge]] finden im Juli bis August statt. Die Koloniegründung ist [[claustral]]. ''A. subterranea'' steht in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.
  
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Bild: Arbeiterinnen von Aphaenogaster subterranea haben einen längs halbierten Mehlwurm ins Nest eingetragen und setzen nun die Larven mit dem Kopf voran an das Beutestück. Die Larven fressen sich mit ihren Mundwerkzeugen tief in die Beute. Später werden sie von Arbeiterinnen wieder abgeholt und im Bruthaufen gelagert.
 
 
Bild: Arbeiterinnen von Aphaenogaster subterranea haben einen längs halbierten Mehrlwurm ins Nest eingetragen und setzen nun die Larven mit dem Kopf voran an das Beutestück. Die Larven fressen sich mit ihren Mundwerkzeugen tief in die Beute. Später werden sie von Arbeiterinnen wieder abgeholt und im Bruthaufen gelagert.
 
  
 
'''Literatur:''' Buschinger, A. (1973): Transport und Ansetzen von Larven an Beutestücke bei der Ameise
 
'''Literatur:''' Buschinger, A. (1973): Transport und Ansetzen von Larven an Beutestücke bei der Ameise
 
Aphaenogaster subterranea (LATR.), (Hym., Formicidae). - Zool. Anz. 190, 63-66. Das Verhalten ist auch für Aphaenogaster senilis dokumentiert: http://www.formicidae.org/node/3688
 
Aphaenogaster subterranea (LATR.), (Hym., Formicidae). - Zool. Anz. 190, 63-66. Das Verhalten ist auch für Aphaenogaster senilis dokumentiert: http://www.formicidae.org/node/3688

Aktuelle Version vom 18. Juni 2013, 12:08 Uhr

Aphaenogaster subterranea
Präparierte Aphaenogaster subterranea -ArbeiterinPräparierte Aphaenogaster subterranea -Arbeiterin
Systematik
Unterfamilie: Myrmicinae
Gattung: Aphaenogaster
Art: Aphaenogaster subterranea
Weitere Informationen
Verbreitung: Südeuropa
Habitat: Bodennester unter Steinen, Laubwälder, Waldränder, Heckenreihen
Wissenschaftlicher Name
Aphaenogaster subterranea

(Latreille, 1798)

Aphaenogaster subterranea, auch "Untergrundameise" genannt, gehört zur Unterfamilie Myrmicinae (Knotenameisen). Die Arbeiterinnen sind 3-4,7 mm, die Königinnen 7–8 mm, und die Männchen 3,5–4 mm groß. Diese Art bildet sehr große Bodennester, oftmals unter großen Steinen, und ist thermophile, bewohnt also trocken-warme Habitate, Laubwälder, Waldränder und Heckenreihen. Als Nahrung dienen Honigtau und Insekten. A. subterranea trägt Larven zum Fressen an größere Beutetiere im Nest (s. Literatur). Die Art ist nachtaktiv und hält eine Winterruhe von Oktober bis März. Die Schwarmflüge finden im Juli bis August statt. Die Koloniegründung ist claustral. A. subterranea steht in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.

Aphaenogaster subterranea Larven an Mehlwurm.jpg

Bild: Arbeiterinnen von Aphaenogaster subterranea haben einen längs halbierten Mehlwurm ins Nest eingetragen und setzen nun die Larven mit dem Kopf voran an das Beutestück. Die Larven fressen sich mit ihren Mundwerkzeugen tief in die Beute. Später werden sie von Arbeiterinnen wieder abgeholt und im Bruthaufen gelagert.

Literatur: Buschinger, A. (1973): Transport und Ansetzen von Larven an Beutestücke bei der Ameise Aphaenogaster subterranea (LATR.), (Hym., Formicidae). - Zool. Anz. 190, 63-66. Das Verhalten ist auch für Aphaenogaster senilis dokumentiert: http://www.formicidae.org/node/3688