Camponotus gigas: Unterschied zwischen den Versionen

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Arbeiterinnen erreichen eine Länge von 2,8, die Königin 3 cm und Männchen 17 mm.<ref>Forel, A. 1886: Études myrmécologiques; 30:131-215, Annales de la Societe Entomologique de Belgique; [http://www.archive.org/details/ants_03923 hier] frei verfügbar</ref>
 
Arbeiterinnen erreichen eine Länge von 2,8, die Königin 3 cm und Männchen 17 mm.<ref>Forel, A. 1886: Études myrmécologiques; 30:131-215, Annales de la Societe Entomologique de Belgique; [http://www.archive.org/details/ants_03923 hier] frei verfügbar</ref>
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Version vom 14. Februar 2014, 11:40 Uhr

Camponotus gigas
Präparierter Camponotus gigas -MajorPräparierter Camponotus gigas -Major
Systematik
Unterfamilie: Formicinae
Gattung: Camponotus
Art: Camponotus gigas
Weitere Informationen
Verbreitung: Südostasien
Habitat: Regenwald
Gründung: claustral (angenommen)
Wissenschaftlicher Name
Camponotus gigas

(Latreille, 1802)

Camponotus gigas gehört zu den größten Ameisen der Welt. Sie lebt in den tropischen Regenwäldern von Südostasien.

Merkmale

Arbeiterinnen erreichen eine Länge von 2,8, die Königin 3 cm und Männchen 17 mm.[1]


Bilder

C.-gigas-mit-Zikaden.jpg

Camponotus gigas: Arbeiterin melkt Zikadenlarven. Sie war ausgesprochen spezialisiert auf das "Hüten" und "Melken". Regelmäßig in wenigen Minuten Abstand kam eine weitere Arbeiterin, die in Mund-zu-Mund-Fütterung den Honigtau übernahm und dann Richtung Nest abtransportierte. Malaysia, Kuala Lumpur, Genting Highlands.

Sammeln einer Kolonie

In der Ausgabe Dezember 2006 der online-Zeitschrift „Notes from Underground“ erschien ein Bericht über „Erste Bemühungen eine lebende Kolonie der riesigen Wald-Ameise Camponotus gigas (Hym.: Formicidae) zu sammeln und in der Penang-Schmetterlingsfarm zu halten“.

Randy C. Morgan, David Goh, B.T. Chin, Kuennie Lee and Tan Poai Ean (2006): INITIAL EFFORTS TO COLLECT AND MAINTAIN A LIVE COLONY OF GIANT FOREST ANT, CAMPONOTUS GIGAS (HYMENOPTERA: FORMICIDAE) AT THE PENANG BUTTERFLY FARM. Notes from Underground 11/2, November 2006

http://www.notesfromunderground.org/archive/issue11-2/features/rmorgan/cgigas.htm

Aus dem Inhalt:

Auf 0.5 Hektar (= 5.000 qm) Sekundärwald wurden 12 Satellitennester gefunden, die alle derselben Kolonie angehörten. In einer mehrtägigen Aktion wurden alle Nester ausgegraben. Major-Arbeiterinnen haben kräftige, scharfe Mandibeln, beißen schmerzhaft und durchschneiden oft die Haut des Sammlers. Etwa 800 Arbeiterinnen wurden gesammelt und in Plastikbehälter gefüllt.

Weder eine Königin noch Brut wurden gefunden. Sie befanden sich wahrscheinlich in Nestern, die nicht entdeckt wurden. Die Ameisen wurden zusammen mit bewohnten Holzstücken in vier durch Schläuche verbundene große Aquarien gebracht. Sie nahmen Zucker- und Honigwasser auf, jedoch im allgemeinen keine kleinen Insekten.

Die Arbeitersterblichkeit war anfangs extrem hoch, was anscheinend auf große Mengen von Ameisensäure zurück zu führen war, die beim Sammeln abgegeben und auf andere Ameisen übertragen wurde. Die beträchtliche Mortalität hielt für sechs Wochen an, bis sich die Zahl der Arbeiterinnen bei annähernd 50 stabilisierte.

Der Plan, eine Ausstellungs-Kolonie für die Schmetterlingsfarm von Penang aufzubauen ging also daneben. Die Arbeit in „Notes from Underground“ enthält Zitate mehrerer Veröffentlichungen zur Biologie und Ökologie dieser Ameisen. So sollen die größten Arbeiterinnen 3 cm Länge erreichen und bis 400 mg wiegen. Die noch etwas größeren Königinnen seien die größten bekannten Ameisen (A.B.: das kann nicht stimmen; Dorylus-Königinnen können viel größer werden!). Das Furagieren erfolgt überwiegend nachts. Kolonien werden offenbar claustral gegründet. Die Kolonien scheinen („appear“) monogyn zu sein.

Zur ätzenden Wirkung der Ameisensäure von C. gigas füge ich einen Abschnitt aus der Originalarbeit ein. Er ist leicht verständlich:

The caustic property of the C. gigas’ formic acid was dramatically demonstrated several days into our field work, when both R. Morgan and a field assistant, who had done most of the collecting by hand, experience serious after-effects. On both, thick layers of skin first blistered and then sloughed off the thumb, index and middle fingers that had been used to grasp ants. The end result was severe second-degree burns and, in a few spots, third-degree chemical burns that blackened the underlying tissue. These injuries were painful, greatly limited the use of the hands, and took several weeks to completely heal.

(A. Buschinger, 11.01.2007)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ^ Forel, A. 1886: Études myrmécologiques; 30:131-215, Annales de la Societe Entomologique de Belgique; hier frei verfügbar