Camponotus herculeanus: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 22. April 2009, 13:50 Uhr

Camponotus herculeanus
Königin von Camponotus herculeanusKönigin von Camponotus herculeanus
Systematik
Unterfamilie: Formicinae
Gattung: Camponotus
Art: Camponotus herculeanus
Weitere Informationen
Habitat: schattig und feucht in Wäldern, in höheren Gebirgslagen auch in offenem Gelände
Gründung: claustral
Königinnen: monogyn, selten oligogyn
Wissenschaftlicher Name
Camponotus herculeanus

(Linnaeus, 1758)

Allgemeines

Heimat: wahrscheinlich ganz Deutschland, Mitteleuropa, häufig montan bis subalpin bis Baumgrenze, unterhalb 300m NN nur sehr lokal
Habitat: bevorzugt Nadel- und Nadel-Laub-Mischwälder mit hohem Fichtenanteil
Kolonie: monogyn, selten oligogyn
Gründung: claustral, auch Pleometrose oder Adoption
Arbeiterinnen: polymorph, Minor bis Media mit Übergängen
Nestbau: Lebend- und Totholz, bevorzugt Fichtenstämme, bis zu 13 unterirdisch verbundene Bäume auf 130qm, Nester bis 10m hoch im Baumstamm
Nahrung: Trophobiose, Zoophagie, auch Anbeißen von Gehölz-Phloem (Honig und Insekten in der Haltung)
Winterruhe: 5-6 Monate, rein endogener Rhythmus, obligatorischer Nestverschluss

Aussehen/Färbung

Königin: wie Arbeiterinnen
Männchen:
Minors-Majors: hochglänzend; Thorax, teils Femur, Petiolus und Ansatz 1. gastrales Segment schwarz bis dunkelbraun; Kopf, Rest der Beine und Gaster schwarz.
Färbung kann schwanken und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Camponotus.jpg

Nachdem ich gerade junge Königinnen von Camponotus herculeanus und C. ligniperda aus zwei befallenen Häusern zur Bestimmung erhalten habe, stelle ich hier mal ein Vergleichsfoto ein. Die Flügel und Beine der toten Tiere wurden entfernt, damit sie nicht den Blick auf Bestimmungsmerkmale verstellen. Der rote Bereich vorn an der Gaster ist bei C. ligniperda (meist) wesentlich größer als bei C. herculeanus. Dass die Gaster bei C. ligniperda etwas stärker glänzt als bei C. herculeanus, ist schwer zu erkennen. (A. Buschinger, 01. Juni 2007)

Größe

Königin: 14 - 16mm
Männchen: 8 - 12mm
Minors-Majors: 6 - 13mm

Besonderheiten

Ebenso wie Camponotus ligniperda hat C. herculeanus den "Mandibel-Kampf" perfektioniert und weiß diesen sehr effektiv einzusetzen: Bei Angriffen hält C. herculeanus etwas Abstand, ruckt kurz nach vorne, beißt mit den Mandibeln zu und geht dann sofort wieder auf Abstand. Auch die Giftdrüse wird eingesetzt. Insbesondere bei Angriffen gegen Beutetiere ist dies gut zu beobachten. Im Vergleich zu C. ligniperda ist C. herculeanus etwas langsamer und demzufolge schwächer, dennoch gilt auch C. herculeanus zu den sehr wehrhaften Arten. Eine einzige Major-Arbeiterin, beispielsweise, kann mehrere Waldameisen mit wenigen Bissen zerschneiden.

Weitere Bilder

Fotos einer Königin: