Größe des Nestes

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Begründung: Einfügen in Nest Haltung? Beispiele für versch. Arten --DmdM (Diskussion) 17:01, 7. Mär. 2013 (CET)


Neststruktur der Ernteameise Pogonomyrmex badius

Die Größe des Nestes richtet sich nach der Größe der Kolonie. Eine begattete Königin mit wenigen Arbeiterinnen benötigt nur eine einzelne Kammer die wenig größer als die Gründungskammer ist, da Ameisen im Nest die Nähe zueinander und zu den Wänden suchen. Dies ist auch der Grund, warum eine kleine Kolonie in der Haltung zumeist recht lange ein Reagenzglas als Nest akzeptiert, und erst beim Anwachsen der Kolonie in ein angebotenes Nest umzieht. Erst wenn ein Nest zu 60-70% von Ameisen genutzt wird, sollte man weitere Nestmöglichkeiten anbieten und wiederum abwarten bis diese zu 60-70% gefüllt sind, bevor man weiter ausbaut. Ist das Nest für die Koloniegröße zu weitläufig, kann es passieren, dass es von den Ameisen zur Entsorgung genutzt wird, was zum Schimmeln des Nestes führen kann.

Die Größe der Nestkammern richtet sich nach Art und Größe der Ameisen. Bei kleineren Arten, z. B. Lasius, reichen zumeist Hohlräume mit 0,5 bis 1 cm Durchmesser, für größere Arten können Kammern auch deutlich größer ausfallen.

Auch der Durchmesser von Gängen und Verbindungsschläuchen (z. B. zwischen Arena und Nest) richtet sich ebenfalls nach der Größe der jeweiligen Ameisenart. Als Faustregel gilt, dass auch Ameisen in gegenseitiger Laufrichtung noch aneinander vorbeikommen sollten, daher sollte man den doppelten bis dreifachen Umfang der Ameise als Gangdurchmesser einplanen.

Wenn es möglich ist, sollte man die Ameisen das Nest selbst bauen lassen. Vorgefertigte Nester werden zumeist zu groß konzipiert, was bis zum entsprechenden Anwachsen der Kolonie zur oben genannten Müllverklappung führen kann. Bauen die Ameisen ihr Nest selbst, wird es von ihnen automatisch an den Platzbedarf angepasst.