Lasius niger: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Geschlechtstiere schwärmen an warmen Hochsommertagen aus. Die Begattung findet im Fluge statt. Die Männchen sterben bald darauf. Die Jungkönigin wirft die Flügel ab und gründet ein Nest. Sie verschließt sich in einer unterirdischen Kammer. Hier legt sie die Eier und zieht die ersten Arbeiterinnen auf.
 
Die Geschlechtstiere schwärmen an warmen Hochsommertagen aus. Die Begattung findet im Fluge statt. Die Männchen sterben bald darauf. Die Jungkönigin wirft die Flügel ab und gründet ein Nest. Sie verschließt sich in einer unterirdischen Kammer. Hier legt sie die Eier und zieht die ersten Arbeiterinnen auf.
Die Koloniegründung kann auch durch [[Pleometrose]] efolgen.
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Die Koloniegründung kann auch durch [[Pleometrose]] efolgen, was in der Natur aber extrem selten ist. Meisst wird sie von den Halterns erzwungen.
  
 
Wegameisen halten sich [[Blattlauszucht|Blattläuse]] und beschützen diese vor Fressfeinden. Um den Weg zu verkürzen werden die Läuse auch auf Pflanzen in Nestnähe gebracht. Manchmal werden sie sogar im eigenen Nest gezüchet.
 
Wegameisen halten sich [[Blattlauszucht|Blattläuse]] und beschützen diese vor Fressfeinden. Um den Weg zu verkürzen werden die Läuse auch auf Pflanzen in Nestnähe gebracht. Manchmal werden sie sogar im eigenen Nest gezüchet.

Version vom 5. März 2007, 17:30 Uhr

Lasius niger (faq).jpg

Die Schwarze Wegameise (Lasius niger), auch Mattschwarze Wegameise, Schwarze Gartenameise oder Schwarzgraue Wegameise, ist eine der häufigsten Ameisen Mitteleuropas.

Die Arbeiterinnen sind 3 bis 5 mm lang, geflügelte Geschlechtstiere 10 – 12 mm, die Königin 8 – 9 mm und Männchen 3,5 – 4,5 mm. Die Farbe variiert zwischen Braun und Schwarz und vorhandene Haare sind silbrig. Aktiv ist die Wegameise zwischen April und Oktober. Bilder sind hier zu finden.

Man findet die Schwarze Wegameise in Wäldern ebenso wie in offenen Landschaften. Als sehr anpassungsfähiges Tier lebt sie auch in Gärten und Städten, wo sie sich unter Steinen, Baumrinde, im Rasen und in Mauerspalten verbirgt und auch in Häuser eindringt. Hier kann sie Schäden im Holz herbeiführen. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Europa, Asien, Afrika und Nordamerika.

Nahrung sind zuckerhaltige Substanzen (hauptsächlich Honigtau), Fleisch und andere Insekten. Ungeeignet (so wie bei allen Ameisenarten) ist hingegen das Füttern mit Zuckerwasser.

Die Geschlechtstiere schwärmen an warmen Hochsommertagen aus. Die Begattung findet im Fluge statt. Die Männchen sterben bald darauf. Die Jungkönigin wirft die Flügel ab und gründet ein Nest. Sie verschließt sich in einer unterirdischen Kammer. Hier legt sie die Eier und zieht die ersten Arbeiterinnen auf. Die Koloniegründung kann auch durch Pleometrose efolgen, was in der Natur aber extrem selten ist. Meisst wird sie von den Halterns erzwungen.

Wegameisen halten sich Blattläuse und beschützen diese vor Fressfeinden. Um den Weg zu verkürzen werden die Läuse auch auf Pflanzen in Nestnähe gebracht. Manchmal werden sie sogar im eigenen Nest gezüchet.

Lasius niger ist eine der besten Einsteigerarten. Sie ist sehr genügsam, aggressiv, volksstark und vermehrt sich schnell.


Lasius niger hält den bisherigen Alters-Rekord der Gyne mit 28 3/4 Jahren. Im August 1931 wurde eine begattete Königin von Hr. Appel gefangen, die erst im April 1960 verstarb. Dabei war sie bis in die letzten Lebenstage fähig, befruchtete Eier zu legen.


Siehe auch

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