Bearbeiten von „Myrmecina graminicola“

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[[http://www.ameisenwiki.de/index.php/F%C3%BCr_Arbeiterinnen_t%C3%B6dliche_Paarungen_bei_Myrmecina_graminicola]] Paarungsversuche von Männchen mit Arbeiterinnen.
 
[[http://www.ameisenwiki.de/index.php/F%C3%BCr_Arbeiterinnen_t%C3%B6dliche_Paarungen_bei_Myrmecina_graminicola]] Paarungsversuche von Männchen mit Arbeiterinnen.
 
[[http://www.schweizerbart.de/papers/entomologia/list/27#issue2]]
 
Experimental Evidence for Genetically Mediated Queen Polymorphism in the Ant species ''Myrmecina graminicola'' (Hymenoptera: Formicidae) [Experimenteller Nachweis für genetisch bedingten Königinnen-Polymorphismus bei der Ameisen-Art ''Myrmecina graminicola'' (Hymenoptera: Formicidae)] Buschinger, Alfred
 
 
 
Entomologia Generalis Volume 27 Number 3-4 (2005), p. 185 - 200
 
 
veröffentlicht: Mar 1, 2005 ArtNr.: ESP146002703010, Preis: 17.60 €
 
 
'''Kurzfassung'''
 
 
Kontrollierte Verpaarung von gynomorphen (gyn/gyn) und intermorphen (gyn/int oder int/int) Weibchen von ''Myrmecina graminicola'' (Latreille 1802) mit gyn- bzw. int-Männchen, sowie die Aufzucht von deren Geschlechtstier-Nachwuchs zeigte, dass die elterlichen Genotypen über den Phänotyp der weiblichen Nachkommen entscheiden.
 
 
Weibliche Geschlechtstiere, sowohl Gynomorphe als auch Intermorphe, zeigen eine Art Locksterzel-Verhalten, wobei die Gynomorphen nur wenig flugaktiv sind. Männchen werden durch ein Sekret der weiblichen Giftdrüse angelockt. Der Erfolg der Koloniegründung begatteter Jungköniginnen wurde durch Zugabe einiger Arbeiterinnen aus der elterlichen Kolonie gefördert, sowie durch einige Arbeiterinnen-Puppen und -Larven aus fremden Völkern. Erste Geschlechtstier-Nachkommen wurden in den Kolonien in der zweiten bis sechsten künstlichen Sommerperiode aufgezogen. In bis zu vier ,Sommern’ wurde(n) in einer Kolonie jeweils der (die) gleiche(n) Phänotyp(en) produziert.
 
 
Gynomorphe (gyn/gyn) erzeugten nach Verpaarung mit dem Sohn einer Gynomorphen (gyn-Männchen) immer Gynomorphe (neben Arbeiterinnen und einigen Männchen). Intermorphe produzierten nach Verpaarung mit einem gyn-Männchen entweder nebeneinander Gynomorphe und Intermorphe (gyn/gyn und gyn/int, wenn die Königin eine gyn/int Heterozygote war), oder ausschließlich Intermorphe. Da gyn/int-Weibchen und int/int-Weibchen morphologisch nicht zu unterscheiden sind, ebenso wie gyn-Männchen und int-Männchen, konnte der vermutliche Genotyp der Intermorphen und der int-Männchen nur aus den Phänotypen ihrer Mütter ermittelt werden sowie aus später in den elterlichen Kolonien aufgezogenen Schwestern.
 
 
Die Auswirkungen der hypothetischen Allele gyn und int sind ähnlich denen von e und E bei Harpagoxenus sublaevis (Nylander 1852) und Leptothorax sp-A. Wie E in diesen Fällen, verhindert int dominant die Entstehung von Gynomorphen aus heterozygoten gyn/int-Larven. Dies ist das dritte bewiesene Beispiel für einen genetisch bedingten Königinnen-Polymorphismus bei Ameisen, und es ist das erste Beispiel aus einer Tribus (Myrmecinini) außerhalb der Formicoxenini. Das Prinzip könnte in weiteren Fällen von Königinnen-Polymorphismus bei Ameisen ebenfalls eine Rolle spielen.
 
 
'''Schlagworte''' Myrmecina graminicola (Latreille 1802) • gynomorph • intermorphic queens • crossbreeding • controlled ant mating • sexual calling • Gynomorphe • intermorphe Königinnen • Kreuzungen • kontrollierte Verpaarung von Ameisen • Locksterzeln
 
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==
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