Prenolepis nitens: Unterschied zwischen den Versionen

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Prenolepis nitens (Mayr, 1853) ist die einzige Art der Gattung in Europa. Nach Seifert (2007) hat sie ein relativ kleines Verbreitungsgebiet in Südosteuropa. Sie gilt als Kulturfolger. In Ostösterreich ist sie von etwa 40 Fundorten bekannt und nicht nur planar-collin verbreitet. Ein Nestnachweis liegt vor aus etwa 2000 m Höhe.  
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{{Ameisenart
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| Autor            = (Mayr, 1853)
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| WissName        = Prenolepis nitens
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| Gattung          = Prenolepis
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| Unterfamilie    = Formicinae
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| Art              = nitens
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| Bildbeschreibung =
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| Heimat          = Südosteuropa
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| Habitat          = warme Laubwälder, Offenland mit Gehölzen, Gärten, Weinberge
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| Gruendung        = [[claustral]], Adoption oder [[Sozialparasitismus|sozialparasitisch]]
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Prenolepis nitens ist die einzige Art der Gattung in Europa. Nach Seifert (2007) hat sie ein relativ kleines Verbreitungsgebiet in Südosteuropa. Sie gilt als Kulturfolger. In Ostösterreich ist sie von etwa 40 Fundorten bekannt und nicht nur planar-collin verbreitet. Ein Nestnachweis liegt vor aus etwa 2000 m Höhe.  
  
P. nitens ist empfindlich gegen Winterkälte, aber während der Aktivitätsperiode von März bis Oktober nicht ausgesprochen thermophil. Ihr Habitat sind warme Laubwälder, Offenland mit Gehölzen, Gärten, Weinbergen. Die Nester liegen im Boden, in hohlen Baumwurzeln bis hin zu stehendem Totholz, bevorzugt an vor Frost und Feuchtigkeit geschützten Stellen. Die Kolonien können sehr volkreich sein. Als Nahrung werden angegeben: süße Früchte, Blütennektar, Honigtau, Elaiosomen.  
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P. nitens ist empfindlich gegen Winterkälte, aber während der Aktivitätsperiode von März bis Oktober nicht ausgesprochen [[thermophil]]. Ihr Habitat sind warme Laubwälder, Offenland mit Gehölzen, Gärten, Weinbergen. Die [[Nest]]er liegen im Boden, in hohlen Baumwurzeln bis hin zu stehendem Totholz, bevorzugt an vor Frost und Feuchtigkeit geschützten Stellen. Die Kolonien können sehr volkreich sein. Als Nahrung werden angegeben: süße Früchte, Blütennektar, [[Honigtau]], Elaiosomen.  
  
Einige Arbeiterinnen entwickeln sich zu Honigtöpfen*) (Repleten), die noch in beschränktem Maß an der Brutpflege teilnehmen können und vorrangig zu Ernährung der Alaten im Spätherbst und zeitigen Frühjahr dienen sollen. Geschlechtstiere schlüpfen im Spätsommer, überwintern im Nest und fliegen sehr früh, von Ende März bis Mitte Mai, auch bei kühlem, windigem Wetter. Die Koloniegründung erfolgt selbständig, nach Röszler angeblich auch durch Adoption bei der eigenen Art oder sozialparasitisch bei Lasius (emarginatus).
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Einige Arbeiterinnen entwickeln sich zu Honigtöpfen, wobei diese nicht vergleichbar mit den Repleten von [[Myrmecocystus]] sind. Für ihre angeschwollenen [[Gaster]] sind Fetteinlagerung im Gewebe verantwortlich, nicht ein mit Honigtau angefüllter Kropf wie bei Myrmecocystus. Hingegen sind "Honigtöpfe" von ''Prenolepis nitens" solche, die noch in beschränktem Maß an der Brutpflege teilnehmen können und vorrangig zu Ernährung der Alaten im Spätherbst und zeitigen Frühjahr dienen sollen. Geschlechtstiere schlüpfen im Spätsommer, überwintern im Nest und [[Schwarmflug|fliegen]] sehr früh, von Ende März bis Mitte Mai, auch bei kühlem, windigem Wetter. Die Kolonie[[gründung]] erfolgt selbständig, nach Röszler angeblich auch durch Adoption bei der eigenen Art oder [[Sozialparasitismus|sozialparasitisch]] bei [[Lasius emarginatus]].
 
*) Diese „Honigtöpfe“ sind nicht vergleichbar mit den Repleten von Myrmecocystus. Für  ihre angeschwollenen Gaster ist Fetteinlagerung im Gewebe verantwortlich, nicht ein mit Honigtau angefüllter Kropf.
 
  
s. a.: http://www.ameisenwiki.de/index.php/Aktuelle_Ereignisse#Taxonomische_.C3.84nderungen_bei_Paratrechina.2C_Prenolepis.2C_Pseudolasius.2C_Nylanderia_und_anderen_.2810._Januar_2010.29
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===Siehe auch===
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*[[Aktuelle Ereignisse#Taxonomische Änderungen bei Paratrechina, Prenolepis, Pseudolasius, Nylanderia und anderen (10. Januar 2010)|Taxonomische Änderungen bei Paratrechina, Prenolepis, Pseudolasius, Nylanderia und anderen]]
  
Hier ist ein Bericht über Prenolepis nitens aus der Slowakei: http://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=67&t=1258&sid=4b3d74d06db17fc0537f3629e38de976
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===Weblinks===
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*[http://www.eusozial.de/viewtopic.php?f=67&t=1258&sid=4b3d74d06db17fc0537f3629e38de976 Bericht über ''Prenolepis nitens'' aus der Slowakei (eusozial.de)]

Version vom 10. Mai 2011, 16:24 Uhr

Prenolepis nitens
Systematik
Unterfamilie: Formicinae
Gattung: Prenolepis
Art: Prenolepis nitens
Weitere Informationen
Habitat: warme Laubwälder, Offenland mit Gehölzen, Gärten, Weinberge
Gründung: claustral, Adoption oder sozialparasitisch
Wissenschaftlicher Name
Prenolepis nitens

(Mayr, 1853)

Prenolepis nitens ist die einzige Art der Gattung in Europa. Nach Seifert (2007) hat sie ein relativ kleines Verbreitungsgebiet in Südosteuropa. Sie gilt als Kulturfolger. In Ostösterreich ist sie von etwa 40 Fundorten bekannt und nicht nur planar-collin verbreitet. Ein Nestnachweis liegt vor aus etwa 2000 m Höhe.

P. nitens ist empfindlich gegen Winterkälte, aber während der Aktivitätsperiode von März bis Oktober nicht ausgesprochen thermophil. Ihr Habitat sind warme Laubwälder, Offenland mit Gehölzen, Gärten, Weinbergen. Die Nester liegen im Boden, in hohlen Baumwurzeln bis hin zu stehendem Totholz, bevorzugt an vor Frost und Feuchtigkeit geschützten Stellen. Die Kolonien können sehr volkreich sein. Als Nahrung werden angegeben: süße Früchte, Blütennektar, Honigtau, Elaiosomen.

Einige Arbeiterinnen entwickeln sich zu Honigtöpfen, wobei diese nicht vergleichbar mit den Repleten von Myrmecocystus sind. Für ihre angeschwollenen Gaster sind Fetteinlagerung im Gewebe verantwortlich, nicht ein mit Honigtau angefüllter Kropf wie bei Myrmecocystus. Hingegen sind "Honigtöpfe" von Prenolepis nitens" solche, die noch in beschränktem Maß an der Brutpflege teilnehmen können und vorrangig zu Ernährung der Alaten im Spätherbst und zeitigen Frühjahr dienen sollen. Geschlechtstiere schlüpfen im Spätsommer, überwintern im Nest und fliegen sehr früh, von Ende März bis Mitte Mai, auch bei kühlem, windigem Wetter. Die Koloniegründung erfolgt selbständig, nach Röszler angeblich auch durch Adoption bei der eigenen Art oder sozialparasitisch bei Lasius emarginatus.

Siehe auch

Weblinks