Sonnung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Sonnung der Waldameisen (Formica s.str.) ist eine vor allem im Spätwinter bis Frühjahr auffallendes Verhalten, bei dem Tausende von Ameisen samt Königinnen (bei polygynen Völkern) die Nestoberfläche bedecken. Sie wärmen sich in der Sonne auf, krabbeln dann tiefer ins Nest, wo sie die Wärme wieder abgeben, und kommen erneut an die Oberfläche. Dabei wird einerseits das Nestinnere angewärmt, andererseits der Stoffwechsel der Ameisen so angeregt, dass sie ihre normalen Aktivitäten aufnehmen können, wobei sie selbst durch ihre Aktivität Wärme produzieren. Die Königinnen legen in dieser Zeit die ersten Eier ("Wintereier"). Diese sind für die Entwicklung junger Königinnen und Männchen prädisponiert. Wenn die daraus entstehenden Larven ausschließlich mit Drüsensekreten junger, überwinterter Arbeiterinnen gefüttert werden (nicht mit "Rohfutter" von außen!), können sie sich zu Geschlechtstieren entwickeln.
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Die Sonnung der Waldameisen (Formica s.str.) ist eine vor allem im Spätwinter bis Frühjahr auffallendes Verhalten, bei dem Tausende von Ameisen samt Königinnen (bei polygynen Völkern) die Nestoberfläche bedecken. Sie wärmen sich in der Sonne auf, krabbeln dann tiefer ins Nest, wo sie die Wärme wieder abgeben, und kommen erneut an die Oberfläche. Dabei wird einerseits das Nestinnere angewärmt, andererseits der Stoffwechsel der Ameisen so angeregt, dass sie ihre normalen Aktivitäten aufnehmen können, wobei sie selbst durch ihre Aktivität Wärme produzieren. Die Königinnen legen in dieser Zeit die ersten Eier ("Wintereier"). Diese sind für die Entwicklung junger Königinnen und Männchen prädisponiert. Wenn die daraus entstehenden Larven ausschließlich mit Drüsensekreten junger, überwinterter Arbeiterinnen gefüttert werden (nicht mit "Rohfutter" von außen!), können sie sich zu Geschlechtstieren entwickeln.  
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[[Kategorie:Fachbegriffe]]
 
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Version vom 7. März 2012, 18:04 Uhr

Die Sonnung der Waldameisen (Formica s.str.) ist eine vor allem im Spätwinter bis Frühjahr auffallendes Verhalten, bei dem Tausende von Ameisen samt Königinnen (bei polygynen Völkern) die Nestoberfläche bedecken. Sie wärmen sich in der Sonne auf, krabbeln dann tiefer ins Nest, wo sie die Wärme wieder abgeben, und kommen erneut an die Oberfläche. Dabei wird einerseits das Nestinnere angewärmt, andererseits der Stoffwechsel der Ameisen so angeregt, dass sie ihre normalen Aktivitäten aufnehmen können, wobei sie selbst durch ihre Aktivität Wärme produzieren. Die Königinnen legen in dieser Zeit die ersten Eier ("Wintereier"). Diese sind für die Entwicklung junger Königinnen und Männchen prädisponiert. Wenn die daraus entstehenden Larven ausschließlich mit Drüsensekreten junger, überwinterter Arbeiterinnen gefüttert werden (nicht mit "Rohfutter" von außen!), können sie sich zu Geschlechtstieren entwickeln.

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